Der EU AI Act – Was Sie jetzt wissen müssen
Die weltweit erste umfassende KI-Regulierung betrifft auch Ihr Unternehmen. Hier erfahren Sie alles Wichtige.
Was ist der EU AI Act?
Der EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) ist die weltweit erste umfassende Regulierung für Künstliche Intelligenz. Sie wurde im August 2024 verabschiedet und gilt seit dem 2. August 2026 vollständig – mit Ausnahme der Hochrisiko-Pflichten, die der Digital Omnibus (Verordnung (EU) 2026/1744) auf Dezember 2027 und August 2028 verschoben hat.
Ziel ist es, den Einsatz von KI in der EU sicher und vertrauenswürdig zu gestalten – ohne Innovation zu bremsen. Der risikobasierte Ansatz unterscheidet zwischen vier Risikostufen: minimal, begrenzt, hoch und inakzeptabel.
Unternehmen, die KI-Systeme entwickeln, betreiben oder einsetzen, müssen je nach Risikostufe unterschiedliche Pflichten erfüllen – von der einfachen Transparenzpflicht bis hin zur vollständigen Konformitätsbewertung.
Die vier Risikostufen des EU AI Act
Minimales Risiko
Spam-Filter, KI in Videospielen. Keine besonderen Pflichten. Freiwillige Verhaltenskodizes empfohlen.
Begrenztes Risiko
Chatbots, Deepfakes. Transparenzpflicht: Nutzer müssen wissen, dass sie mit KI interagieren.
Hohes Risiko
HR-Tools, Kreditvergabe, medizinische KI. Strenge Auflagen: Risikomanagementsystem, Datenverwaltung, Dokumentation.
Betrifft die meisten Unternehmen
Inakzeptables Risiko
Social Scoring, biometrische Echtzeit-Überwachung. Verboten in der EU. Keine Ausnahmen.
Welche Unternehmen sind betroffen?
Kurz: Fast alle. Der EU AI Act gilt nicht nur für KI-Entwickler, sondern auch für Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen ("Deployer"). Das bedeutet:
- Wenn Ihre Mitarbeiter ChatGPT, Copilot oder ähnliche Tools nutzen, sind Sie betroffen.
- Wenn Sie KI für HR-Entscheidungen, Kundenanalyse oder Prozessautomatisierung einsetzen, sind Sie betroffen.
- Wenn Sie ein SaaS-Produkt mit KI-Komponenten anbieten, sind Sie betroffen.
Besonders relevant ist der EU AI Act für Unternehmen in den Bereichen Personalwesen, Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Bildung und öffentliche Verwaltung.
Zeitplan: Wann gelten welche Regeln?
Bild mit KI erstellt
Verordnung in Kraft getreten
Der EU AI Act wurde im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
Verbote in Kraft
KI-Systeme mit inakzeptablem Risiko sind ab sofort verboten (Social Scoring, etc.).
GPAI-Regeln gelten
Pflichten für Anbieter von General Purpose AI (wie GPT-4, Claude, Gemini).
Allgemeiner Geltungsbeginn
Der AI Act gilt als Verordnung; Transparenzpflichten (Art. 50) treten in Kraft. Die Hochrisiko-Pflichten folgen erst später.
Hochrisiko-Pflichten gelten (Anhang III)
Pflichten für eigenständige Hochrisiko-KI-Systeme – HR-Tools, Kreditvergabe und mehr – werden verbindlich. Bußgelder bis 15 Mio. EUR oder 3% des weltweiten Jahresumsatzes.
Hochrisiko-Pflichten gelten (Anhang I)
Pflichten für KI, die in regulierte Produkte eingebettet ist – etwa Medizinprodukte –, werden verbindlich.
Wie hilft Guardlane beim EU AI Act?
In drei Schritten zur Compliance – ohne externe Berater.
Bestandsaufnahme
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Maßnahmen umsetzen
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Nachweisen & berichten
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